Der Patient steht im Mittelpunkt

Mit dem Tumorzentrum Rhein-Berg e. V. greift ein Netzwerk unterschiedlicher Experten, die sowohl mit der Uniklinik Köln/Bonn als auch mit dem Westdeutschen Tumorzentrum Essen in enger Kooperation stehen.

Dass 55 Prozent aller Tumorpatienten geheilt werden, wissen die Wenigsten. Doch mittlerweile gibt es hochspezialisierte und auf die jeweilige Krebsart individuell abgestimmte Therapieformen, die gut verträglich und effektiv im Kampf gegen eine Tumorerkrankung sind. Experten, die hier immer auf dem neuesten Forschungsstand sind, haben sich vor einiger Zeit im Tumorzentrum Rhein-Berg zusammengeschlossen. Das heißt, jeder Patient profitiert nun von kurzen Wegen und dem intensiven Austausch der Mediziner untereinander. Wesentliches Element dieses Zentrums sind die niedergelassenen Onkologen: Dr. David Bórquez mit seinen Kollegen Dr. Gabriele Becker und GholamReza Farrokh in Bergisch Gladbach am Evangelischen Krankenhaus sowie Dr. Dirk Hennesser mit den Fachärztinnen Helena Grams und Bettina Schüller-Mörsch in seiner Praxis am Vinzenz Pallotti Hospital.

„Die Tumortherapie steht auf vielen Säulen, über deren gesamtes Spektrum wir hier am Ort verfügen“, betont Dr. Hennesser. Niemand müsse dafür eigens in die Uniklinik nach Köln fahren. „Die enge Zusammenarbeit mit den Haus- und Krankenhausärzten bildet dabei die Grundlage unserer Arbeit.“ Die Begleitung eines Patienten während seiner Krankheitsphase halte oft ja über einen längeren Zeitraum an. Das schaffe die Möglichkeit, ihn intensiv kennenzulernen, sich ganz persönlich auf ihn einzustellen, viel Aufklärungsarbeit zu leisten und vor allem ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, erklärt der Onkologe. „Uns liegt am Herzen, unsere Patienten zu heilen oder wenn das nicht mehr geht – ihnen noch möglichst viel Lebensqualität zu schenken und im Bedarfsfall alle palliativmedizinischen Optionen auszureizen, notfalls auch stationär.“ Es mache Mut, dass es mittlerweile mit modernsten nebenwirkungsarmen Therapien – zum Beispiel der Immunoder der Antikörpertherapie – auch Hoffnung für Patienten gebe, denen man noch vor einiger Zeit in einem fortgeschrittenen Stadium ihrer Erkrankung keine Behandlung mehr zugemutet hätte.

Auch Dr. Bórquez ist vor allem der individuelle Blick auf den Patienten wichtig. Was kann ich anbieten, damit es meinem Patienten besser geht? Das sei für ihn die ganz entscheidende Frage, argumentiert der Fachmann, für den dessen Bedürfnisse an erster Stelle stehen. „Wir entscheiden jede Maßnahme im Einvernehmen mit dem Patienten.“ Wer an Krebs erkranke, befinde sich in einer besonders sensiblen Situation. Da könne es entlastend sein, sich einfach fallen lassen zu können und gut aufgehoben zu wissen, so der Onkologe. „Um das medizinische Know-how, das wir mit hoher Fachkompetenz gewährleisten, bauen wir alles andere herum: von der Symptomkontrolle und engmaschigen Gesprächen über die Psychoonkologie oder Seelsorge bis hin zur Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) in den eigenen vier Wänden. Als Niedergelassene stehen wir für eine intensive Begleitung vom Zeitpunkt der Diagnosestellung an“, unterstreicht Dr. Bórquez. „Der Patient steht bei uns immer im Mittelpunkt.“

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